Goldjungs
Cyrill Koller und Ian Hofer holen an der Berufsweltmeisterschaft die Goldmedaille.
Der Künstler Martin Schmid öffnete seine Werkstatt. Unter seiner Anleitung entstanden leuchtende Kunstwerke.
Laternen Am Mittwoch, 28. Oktober herrscht im Atelier an der Neustadgasse 13 des Winterthurer Künstlers Martin Schmid eine entspannt-konzentrierte Stimmung. Unter seiner Anleitung basteln Interessierte Laternen zum Thema Tiere und Pflanzen. Heute sind es sechs Erwachsene und drei Kinder, die an ihren Laternen werkeln. Sie nutzen einen der letzten Termine in der offenen Werkstatt.
Während letztes Jahr Kunstschaffende mitwirkten, dürfen dieses Jahr auch Familien kreativ werden. «Kinder in Begleitung von Erwachsenen sind herzlich willkommen», sagt Schmid. «Kinderbetreuung können wir aber keine anbieten.»
Damit eine Laterne entsteht, wird laut Schmid zuerst ein Gerüst aus Draht erstellt, um die Form zu gestalten. «Danach stabilisieren wir dieses mit Acryl-Binder, kleben ein Garten-Vlies auf und bemalen dieses. Schliesslich werden die Lichterketten montiert. Schmid greift zu einer Laterne: «Heute mit LED-Lampen können wir gut mit Powerbanks arbeiten, wo es früher Kerzen gebraucht hat.»
Bereits den dritten Nachmittag hier verbringt Lina. Auch ihre Freundin Jula ist heute dabei. Der fast menschengrosse blaue Tintenfisch, der an der Decke hängt, hat es den Mädchen besonders
angetan.
Jula setzt sich keck einen Hut auf, sie bastelt eine Kopf-Laterne mit einer Schlange drauf. «Es wird eine Tigerpython sein», sagt sie. Lina hat sich hingegen für einen Eisvogel entschieden. «Dieser wird einen blauen Rücken und eine orangen Bauch haben», sagt sie. Das Drahtnetz für das Gerüst hat sie mit Hilfe ihres Vaters in eine Vogelform gebracht, heute montiert sie mit Hilfe ihrer Mutter die Leuchtketten.
Ebenfalls in einem kreativen Modus befindet sich Nathalie Werner. Sie ist dabei, das Drahtgerüst eines Fabelwesens mit Vlies zu bekleben. Das Werken ist für sie mehr als Zeitvertreib. «Kurz vor dem Tod meiner Mutter entdeckte ich an einer Hauswand in Schaffhausen das Bild eines Phönix. Nun, indem ich ein solches Wesen als Laterne gestalte, finde ich zu meiner Kraft zurück und auferstehe wie ein Phönix aus der Asche», sagt sie.
«Es freut mich, dass so viele Leute vorbeigekommen sind. Gestern waren zwei Väter mit ihren Kindern hier», sagt Schmid. «Danach haben wir zusammen einen ‹Z'nacht› gekocht und mit den Vätern ein Glas Wein getrunken.» Bei Schmids Aktivitäten steht das Gemeinschaftliche jeweils stark im Vordergrund.
«Unsere Idee ist es, bei einem Laternenrundgang Licht in die dunkle Novemberzeit zu bringen», sagt Schmid. «Auf unserer Route werden wir das Stadthaus, die Marktgasse und den Rathausdurchgang erleuchten.»
Bereits zum dritten Mal wird die Wildjodlerin Sonja Morgenegg den Anlass begleiten.
«Danach wird es eine Kürbissuppe und Glühwein geben, um sich wieder aufzuwärmen und eben, die Gemeinschaft zu pflegen.»
Laternenumzug
Freitag, 6. November, 19 Uhr
Neustadtgasse 13, Winterthur
mschmidcaiazza.com
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