Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Die Fussball-WM biegt in die Zielgerade ein und hat schon viele Geschichten geschrieben: Italien gar nicht dabei, Deutschland früh ausgeschieden, viele sogenannte mit grossen Achtungserfolgen, die das Turnier bereicherten, ja prägten.
Dieser romantischen Betrachtungweise stehen allerdings knallharte erzkapitalistische Realitäten gegenüber. Betrachtet man nämlich die Startformationen der 8 Viertelfinalisten anhand der Vereinszugehörigkeit der Spieler, stellt man fest: Nic ht weniger als 90% aller Spieler stehen in einer der 5 Topligen unter Vertrag! Im Einzelnen sieht die Rangliste so aus:
England, Premier League 33
Spanien, Prmera Division 19
Italien, Serie A 11
Deutschland, Bundesliga 10
Frankreich, League Un 8
Alle übrigen Ligen 7
Die besten Startbedingungen hatte nebst England Frankreich, doch die sehr zahleichen Legionäre aus den afrikanischen Ländern schieden (fast) alle sehr früh aus. Bemerkenswert: Beim französischen Nationalteam schafften es mit Démbelé und Doué nur zwei Spieler aus der eigenen Liga in die Startelf! Umgekehrt litten Italien und Deutschland statistisch natürlich stark unter der Abwesenheit ihrer Teams unter den Weltbesten. Sie bleiben aber mit ihren Ligen weiterhin eine Macht. Die 5 Topligen Europas regieren die Fussballwelt!
Das Geheimnis des Schweizer Erfolgs lag vielleicht in der gleichmässigen Verteilung: Deutschland: 3, England 2: Spanien: 2, Frankreich: 2, Italien: 2.
Der Fussball bleibt aber überall attraktiv. Wir freuen uns schon wieder auf die Super League und sogar auf die Challenge League!
Beni Thurnheer
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