Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Am Stadthaus Semper hängt die Winterthurer Fahne.
Winterthur zeigte schon früh Solidarität mit der Ukraine und hisste die gelb-blaue Fahne. Jetzt wurde sie abgehängt.
Solidarität Die Bevölkerung vermisst die Winterthurer Flagge am Stadthaus Semper. Das zeigen viele Leserbriefe. Am eigenen Stadthaus müsse die Stadtflagge gehisst sein. Das gehöre sich einfach so. Seit vier Jahren aber wehen dort die Farben Blau und Gelb für die Ukraine. «Der Krieg in der Ukraine dauert aber immer noch an, darum bleiben wir hier solidarisch», sagte Stadtpräsident Michael Künzle vor zwei Jahren auf entsprechende Nachfrage im Stadtparlament. Aktuell hängt am Stadthaus wieder die Winterthurer-Fahne. Die Ukraine-Flagge wurde abgehängt. Markiert der Präsidentenwechsel in Winterthur auch das Ende der Solidarität mit dem vom krieg gebeutelten Landes? Seit dem 1. Juli ist Stefan Fritschi (FDP) der neue Stadtvater. Auf Anfrage verneint die Stadt Winterthur. Die Ukraine-Fahne wurde anlässlich der Einbürgerungsfeier vom Dienstag, 2. Juni, mit der Winti-Fahne ausgetauscht. «Aus Gründen der Praktikabilität wurde entschieden, sie bis zur offiziellen Verabschiedungsfeier von Michael Künzle am kommenden Mittwoch, 10. Juni, hängen zu lassen. Anschliessend wird am Stadthaus Semper wieder die Ukraine-Flagge gehisst», heisst es bei der Medienstelle auf Anfrage.
Welche Fahne am Stadthaus hängt, entscheidet der Stadtrat. «Dieser hat verschiedentlich über die Angelegenheit diskutiert und in Anbetracht des andauernden Krieges und der unverminderten Brutalität entschieden, bis auf Weiteres am Hissen der ukrainischen Flagge festzuhalten», heisst es bei der Stadt weiter. Zu besonderen Anlässen, wie bei der Einbürgerungsfeier oder am 1. August, werde die Winterthurer Fahne oder die Schweizer Flagge gehisst. ⋌Sandro Portmann
Lade Fotos..