Geist Anna
hat keine offizielle Spuk-Lizenz, trotzdem geistert sie in der Villa Heimenstein herum.
Andrea Rubin (links): «Während unserem Menstruationsprojekt. Wir verteilen kostenlose wiederverwendbare Binden.»
In Indien und Nepal hat Andrea Rubin mehrere Hilfswerke
Dinhard Ob in Nepal oder Indien, mit ihrer Stiftung «Hope is Life» hilft Andrea Rubin vor Ort Frauen und Kindern in Not. Aufgewachsen und wohnhaft ist Andrea Rubin in Dinhard. «Zuhause kann ich «auftanken» – trotzdem aber von der Schweiz aus für meine Projekte arbeiten.»
Schon früh – mit 18 Jahren – war die «Rastlose» für ein Schweizer Hilfswerk in den Favelas von Sao Paulo in Brasilien im Einsatz. Nach diversen Weiterbildungen standen für Andrea Rubin immer neue Herausforderungen an. 2012 besuchte sie Indien und arbeitete für eine lokale Hilfsorganisation in verschiedenen Dörfern. «Wir arbeiten mit mittellosen Menschen, die in abgelegenen Dörfern leben und/oder von der Gesellschaft nicht gehört oder beachtet werden. So sind wir seit Anfang an immer wieder grossen Herausforderungen gestellt. In unseren Gebieten leben Menschen aus den untersten Kasten und werden leider von der Gesellschaft nicht akzeptiert.» Gemäss Andrea Rubin ist das Leben dieser Menschen von Gewalt und Korruption geprägt. Viele Kinder seien unter- und fehlernährt. Dies habe Auswirkungen auf ihr Wachstum und ebenso die Konzentration für Schule und Ausbildung. Andrea Rubin sah so viel Elend, dass sie 2013 ihre eigene Organisation «Hope ist Life» gründete.
Andrea Rubin ist drei bis vier Monate in der Schweiz, um für ihr Hilfswerk Spenden zu generieren. «Ansonsten lebe ich in Indien und ziehe von Dorf zu Dorf.» 2018 heiratete sie einen Inder, der in der Filmbranche tätig ist.
Beim Gespräch in Dinhard sprudelten weitere Gedanken in ihrem Kopf. «Einige Kinder mussten wir schon vor dem Hungertod retten. Die Dorfbewohner haben oft keine Möglichkeit, ein kompetentes Krankenhaus zu erreichen. Sie werden in schlechten Krankenhäusern behandelt, ihr ganzes Geld wird ihnen abgenommen und dann werden sie wieder nach Hause geschickt. Wir haben viele Einzelschicksale, welche nun durch die schlechten Behandlungen eine lebenslange medizinische Unterstützung brauchen, um zu überleben.» Darum hat Andrea Rubin für all die Menschen verschiedene Projekte aufgelistet. Weiter macht sich ihre Organisation auch für Frauen stark, die Gewalt erleben. «In Nepal konnten wir einen Mann hinter Gitter bringen, der eine Jugendliche in unserem Dorf vergewaltigt hatte. Ein sehr grosses Anliegen ist unser Menstruationsprojekt.» Wenn Andrea Rubin vor Ort lebt, können die Menschen ihre Sorgen und Anliegen bei ihr deponieren. «Ich kenne sie alle in den Dörfern sehr gut. Unser Team besteht ausschliesslich aus Indern. Die meisten sind aus unseren Projektdörfern.» Rubins Motto: «Step by step». Ihr Job ist ist eine Passion für sie, ihr Lebensinhalt. Für Hobbys hat Andrea Rubin keine Zeit. «Meine tägliche Arbeit ist mein Hobby», bemerkt sie lachend.
Ihre Energie, Empathie, Überzeugungskraft und Kommunikation ist einmalig. Andrea Rubin wirkt auf viele Menschen im In- und Ausland inspirierend – sie ist einfach eine unglaubliche Person mit einem Herzen am richtigen Fleck – weitere positive Projekte werden folgen.
⋌Robert Blaser
Lade Fotos..