Beni Thurnheer
schreibt für die WIZE jede Woche eine Fussball-WM-Kolumne.
Die Vernissage von «Facts and Figures» der Brüder ChrisPierre Labüsch stiess auf grosses Interesse.
Neftenbach «Das Künstlerduo ChrisPierre Labüsch ist seit 40 Jahren kreativ unterwegs und es gibt keine Zeichen von Müdigkeit», sagte Andrea Würz während ihrer Laudatio am vergangenen Sonntag an der Vernissage im gut besuchten Museum Neftenbach. «Das Interessante an den Werken ist der Schattenwurf.» Die Labüsch-Brüder sind im «Über-gwändli», ihrem Markenzeichen, erschienen, Chris trägt Rot und Pierre Blau.
«Facts and Figures» nennt sich die Ausstellung. Drei neuere Arbeiten zeigen die Silhouetten zweier Männer und einer Frau im Anzug. Eisen ist das Material, das die Künstler bearbeiten, fürs Schweissen ist Pierre zuständig. «Wir arbeiten mit einer schnellen Silhouette, die Details sind nicht entscheidend.» Auch beim Aufhängen sei mehr der optische Eindruck gefragt. «Wir verwenden keine Wasserwaage, sondern hängen die Bilder so auf, dass die Figur sich wohlfühlt», sagt Pierre Labüsch. Die Idee der Arbeit: «Die Aufgabe von Managern ist es, Leute zusammenzubringen, die Motiviert sind, ein Ziel zu erreichen.» Auch das Duo bringt Leute zusammen.
Ihr Wissen wollen die Eisenplastiker zukünftig dem Kunstnachwuchs in Form einer Kunstschule weitergeben. «Wir richten uns an Interessierte in allen Altersgruppen», sagt Chris Labüsch. «Vieles mussten wir uns hart erkämpfen», erinnert er sich. Von diesen Erfahrungen sollen Interessierte profitieren.
Dass die Stadt Winterthur nie Werke der Labüsch-Brüder angekauft hat, wurmt Chris Labüsch etwas. «Es war aber auch der Tritt in den Hintern, früh ins Ausland zu gehen, zuerst nach New York, dann nach Japan.»
Die Künstler, die beide aus der Industrie kommen, haben ihr Hobby zum Beruf gemacht. Mit ihren Arbeiten wollen sie die Industrie würdigen.
«Wir gehörten zu den ersten, die eine Homepage hatten oder ihr Auto beschrifteten», sagt Chris Labüsch, «die Leute sagten, das könnt ihr nicht machen.» Sie hätten aber immer Spass an den Marketing-Geschichten gehabt.
«Primär geht es uns jedoch darum, mit der Kunst Gefühle zu wecken. Dies sei auch mit Auftragsarbeiten möglich, wie derjenigen eines Spitals. «Kunst muss etwas auslösen», ist Chris Labüsch überzeugt.
Jeden Sonntag 13–17 Uhr
Museum Neftenbach
Huebstrasse 1, 8413 Neftenbach
museum@neftenbach.ch
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